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 Michaela Gruber-Orthacker, Dipl. Sozial- undTanzpädagogin, Trainerin für Sturzprophylaxe, Michael-Hainisch-Str. 1b, A-4040 Linz, Tel. +43 (0)676-777 31 89
Vor dem Sturz bewahren ist besser, als nach dem Sturz auf die Beine helfen. (Indisches Sprichwort)

Die Gruppe                      Die Fakten

Sicherheit durch Kompetenz


In der Kindheit gehören Stürze zur Tagesordnung und verlaufen meist ohne größere Verletzungen. Für ältere Menschen bedeutet ein Sturz Verletzungsgefahr. Besonders gefürchtet sind Frakturen und Kopfverletzungen. Aber selbst, wenn »nur« Prellungen geblieben sind: Ein Sturz wird häufig als einschneidendes Ereignis erlebt, weil das Selbstvertrauen »angeknackst« wird. Die Angst vor weiteren Stürzen löst oft Inaktivität und Rückzug aus. Damit verbunden sind Mobilitäts- und Kraftverlust sowie ein erhöhtes Sturzrisiko. Bei den meisten Stürzen liegen die Ursachen in mangelnder Reaktions- und Gleichgewichtsfähigkeit sowie altersbedingte Bewegungseinschränkungen. Durch gezielte Strategien sowie regelmäßiges Kraft- und Balancetraining verringert sich das Sturzrisiko um bis zu 50%. So erlangt man mehr Sicherheit und gewinnt wieder an Selbstvertrauen.

Sturzprophylaxe-Gruppe

Nach dem Motto: »Sicherheit im Alltag« werden wir in dieser Gruppe Gründe für einen Sturz aufzeigen. Durch gezielte Strategien sowie regelmäßiges alltagsorientiertes Trainieren (Sanftes Krafttraining, Gleichgewichtsübungen, etc.) kommen Sicherheit und Selbstvertrauen wie von selbst zurück. Das erarbeitete Übungsprogramm kann ohne großen Aufwand auch zu Hause durchgeführt werden.

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Fakten zum Thema Sturz:

  • 20% der Stürze haben zu behandelnde Folgen
  • 10% der Stürze ziehen eine Fraktur nach sich
  • Bis 5% erleiden bei einem Sturz eine Schenkelhalsfraktur
  • 2% der Stürze führen zum Tod (eine der häufigsten Todesursachen)
  • Folgen für Mobilität und Selbständigkeit
  • Angst vor weiteren Stürzen (»post fall syndrom«) als Folge
  • Stürze sind bei SeniorInnen die dritthäufigste Ursache für Bettlägerigkeit
  • »Ein Drittel aller Menschen über 65 stürzt mindestens einmal jährlich. Bei Hochbetagten und Bewohnern von Altersinstitutionen sind es sogar die Hälfte.«
Quelle: Bürge et al., 2002

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Zu den wissenschaftlich abgesicherten Risikofaktoren zählen:

  • Kognitive Einschränkung
  • Stürze in der Vergangenheit
  • Alter über 80 Jahre
  • Geschlecht (weiblich)
  • Medikamente
  • Inaktivität
  • Einschränkungen im Alltag (waschen, anziehen,.)
  • Depression
  • Allein lebend
  • Gesundheitszustand
  • Eingeschränkte Mobilität und Gleichgewichtsprobleme
  • Angst vor Stürzen
  • Vitamin D Mangel
  • Probleme mit den Füßen (Neuropathien)
  • Umgebungsfaktoren (Beleuchtung, Untergrund, Schuhwerk, Hilfsmittel)

Quelle: Freiberger, 2006

Es hat sich herausgestellt, dass das Zusammentreffen von mehr als vier Risikofaktoren auf einmal die Wahrscheinlichkeit zu stürzen enorm erhöht.

Quelle: Schott, 2007

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Übung für die Reaktionsfähigkeit


Gleichgewichtsübung mit labiler Unterlage

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Sanftes Krafttraining